Kategorie: Fotos

9. Wollsammeltag

Unser 9. Wollsammeltag am 14. März für das STRICKEN GEGEN DIE KÄLTE war wieder ein großer Erfolg!

Bei wirklich schlechtem Wetter hatten wir große Bedenken, ob sich viele Menschen auf den Weg in die Citykirche machen werden… Aber wieder haben über 200 Menschen den Weg in die Citykirche gefunden und ihre Wollspenden und fertige Stricksachen abgegeben.
Danke für diese großartige Unterstützung, die den Projekten in der Türkei zu Gute kommt!

Danke auch für die Unterstützung der Solidaritätsaktionen im Rahmen der MUT BRAUCHT SCHUTZ-Kampagne!Danke für das spontane Flötenkonzert!
Danke für die treuen Besuche aus den Niederlanden: Regelmäßig zu jedem Wollsammeltag werden viele wunderschöne, gestrickte Sachen gebracht und im Gegenzug wird Wolle eingepackt, um auch in den nächsten 6 Monaten wieder für unsere Aktion stricken zu können.
Schon vormerken: Der nächste Wollsammeltag ist am Donnerstag, dem 12.09.2019, von 10 Uhr bis 17 Uhr, wieder in der Citykirche in Aachen, An der Nikolauskirche 3.

Briefmarathon an der KatHO und Hinweis auf 70. Geburtstag AEMR

18.12.2018: Briefmarathon an der Katholischen Fachhochschule in Aachen
Unser heutiger Einsatz zur weltweit größten Amnesty-Aktion, dem 
Briefmarathon, hat viel Spaß gemacht und war mit 702 unterschriebenen 
Briefen sehr erfolgreich!
Wie im letzten Jahr wurden wir extrem freundlich aufgenommen und 
engagiert unterstützt.
Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder mit dem 
Amnesty-Briefmarathon auch an der KatHO vertreten sein können.
Danke für die tolle und wertschätzende Unterstützung!


Unsere Konzertlesung zum Tag der Menschenrechte

Wie in jedem Jahr haben wir mit Blick auf den Tag der Menschenrechte zu 
einer Lesung in die Citykirche in Aachen eingeladen. In diesem Jahr 
wollten wir auch noch an den 70. Geburtstag der Allgemeinen Erklärung 
der Menschenrechte erinnern und eine Geburtstagstorte anschneiden.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeisterin Hilde Scheidt wurde aus dem 
Buch „Von Fluchten und Wiederfluchten“, das Fluchten von 1945 bis heute 
nebeneinanderstellt, gelesen und so zu einer neuen Sichtweise auf das 
Thema eingeladen. Farwa Ahmadyar, Issam Al Naijn, Barbara Finke-Heinrich 
und Thomas Kade lasen ihre eigenen Texte. Herausgeber Dr. Artur Nickel 
führte in das Buch ein, bei dem Amnesty International einer der 
Kooperationspartner ist.
Musikalisch begleitete die junge band Babylon Tamam die gut besuchte 
Veranstaltung. In dieser Band haben sich geflüchtete Jugendliche 
zusammengefunden, um gemeinsam Musik zu machen. Babylon Tamam verbindet 
die traditionellen Klänge ihrer Herkunftsländer mit westlichem Pop und 
Hip Hop zu einer Musik, die keine Grenzen mehr kennt und vom ersten Ton 
an zum Träumen und Reisen einlädt.
Unter den Zuhörenden war eine Familie, die vor fünf Jahren aus 
Afghanistan geflohen ist. Die Tochter bat darum, dass auch ihre Mutter 
zum Ende der Veranstaltung noch ein Gedicht lesen dürfe, das sie 
geschrieben hatte…. Und das HEIMAT heißt. Gerne wurde auch diesem 
Vortrag noch zugehört.
Dann wurde zum Imbiss und Austausch eingeladen. Stolz haben die Musiker 
von Babylon Tamam die Geburtstagstorte angeschnitten und bis zum letzten 
Krümel verteilt. Es gab intensive Gespräche, bei denen viel gelacht 
wurde-aber auch viel Nachdenkenswertes zu hören war.

Russlandveranstaltung

Kontrolle statt Freiheit
Russlands Verhältnis zu den Menschenrechten

Länderinformationsveranstaltung am 11.12.2018 in Kooperation von Amnesty 
International, der Evangelischen Stadtakademie, dem Eine-Welt-Forum, den 
Katholikenräten Aachen Stadt und Aachen Land und
der Save-me-Kampagne

Wie wichtig es ist, über Russland zu diskutieren haben die durchweg 
engagierten Beiträge gezeigt. Leider rückte das Thema 
MENSCHENRECHTSVERLETZUNGEN IN RUSSLAND dabei ab und an in den Hintergrund.

Gerne möchten wir aber genau dafür noch einmal um Unterstützung bitten. 
Im vergangenen Sommer haben wir uns für die Freilassung von Oyub Titiev 
stark gemacht. Weltweit wurden mehr als 169.000 Unterschriften 
gesammelt, die im Oktober in Moskau global übergeben wurden. Der Leiter 
des Büros der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial in Grosny 
sitzt seit dem 9. Januar 2018 in Untersuchungshaft.
Nun gibt es neue Entwicklungen in dem Fall: Am 26. November wurde dem 
gewaltlosen politischen Gefangenen die Freilassung gegen Kaution 
verweigert. Am 10. Dezember verlängerte das Gericht seine 
Untersuchungshaft um weitere 3 Monate bis zum 22. März 2019. Die nächste 
Anhörung ist für den 17. Dezember geplant. Wird Oyub Titiev verurteilt, 
droht ihm eine Gefängnisstrafe von bis zu 10 Jahren.
Werdet daher bitte JETZT nochmal aktiv! Setzt Euch für Oyub Titievs 
Freilassung ein und schreibt direkt an Präsident Putin:
https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/urteilsspruch-steht-kurz-bevor?ref=23652
Die Vorwürfe gegen Titiev müssen fallengelassen und er muss umgehend und 
bedingungslos freigelassen werden.

25. November 2018-Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen -unsere Matinee in der VHS Aachen

25. November 2018-Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen -unsere Matinee in der VHS Aachen 

In diesem Jahr hatten wir im Rahmen einer Matinee mehr Zeit für die Kooperationsveranstaltung von Amnesty International, dem Eine Welt Forum und der Volkshochschule (VHS) Aachen. Das passte prima, denn auch den 70. Geburtstag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wollten wir entsprechend würdigen.

Nach einer kurzen Einführung in den TAG ZUR BESEITIGUNG VON GEWALT GEGEN wurde eine von Amnesty in Auftrag gegebene Untersuchung zum Thema Online-Gewalt gegen Frauen vorgestellt und lebhaft diskutiert.

Länderschwerpunkte waren Nigeria und die Türkei: In NORD-OST-NIGERIA musste die Zivilbevölkerung viele Jahre unter der brutalen Herrschaft der bewaffneten Gruppe Boko Haram leben – später war sie dann Gewalt und Missbrauch durch das nigerianische Militär ausgesetzt. Sie wurde in Militärlager geschickt, oft unter Trennung von ihren Ehepartnern. Hier herrscht eklatanter Mangel an Essen, Wasser und medizinischer Versorgung. Hungernde werden unter Androhung von Gewalt oder Nahrungsentzug zum Sex gezwungen. Tausende starben bereits. Die Knifar-Bewegung ist eine Gruppe Überlebender, die sich intensiv um diese Menschenrechtsverletzungen kümmert. Rund 2000 Knifar-Frauen haben in ihren Dörfern Listen mit Namen von Personen angelegt, die Missbrauch durch das Militär erfahren haben. Die ausliegende Solidaritätspetition wurde von fast allen Teilnehmenden unserer Veranstaltung unterschrieben.

Menschenrechtsverteidigerinnen in der TÜRKEI leben in einem ständigen Klima der Angst. Sie werden entweder inhaftiert, strafverfolgt oder bedroht. Eine gepackte Tasche steht immer bereit für den Fall, dass es früh morgens an der Tür klopft und die Polizei eine Menschenrechtsverteidigerin in Haft nimmt. Ausführlich wurden die Menschenrechtsverletzungen in der Türkei dargestellt und auch die Solidaritätspostkarte für Eren Keskin fand viel Unterstützung. Sie ist in Aachen bekannt, da sie auch den Aachner Friedenspreis für ihre mutige Arbeit erhalten hat.Juan Pablo Raimundo und seine Band „la folklorika“ nahmen uns mit auf eine Reise durch die musikalische Vielfalt Lateinamerikas und sorgten so für festliche Stimmung. Der teilweisen sehr mitreißenden Musik wurde begeistert zugehört. Ein guter Rahmen, weil wir auch etwas feiern wollten: Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wird 70 Jahre alt. Wir schnitten eine Geburtstagstorte an und nach Ende der Vorträge wurde sich noch lange und intensiv ausgetauscht.

Die nächste Kooperationsveranstaltung, die sich mit Menschenrechtsverletzungen an Frauen befasst, findet am Dienstag, 12. März 2019, von 19.00 bis 20.30 Uhr wieder in der VHS statt. Weitere Informationen folgen zeitnah.


Seitenstrasse-Lesen hinter dem Tresen mit dem Buch „VON FLUCHTEN UND WIEDERFLUCHTEN“

Wem noch ein Weihnachtsgeschenk fehlt, dem sei das Buch „VON FLUCHTEN UND WIEDERFLUCHTEN“ (Herausgeber Artur Nickel) empfohlen. An dieser Anthologie sind etwa 100 Autorinnen und Autoren aus der ganzen Bundesrepublik und darüber hinaus beteiligt. Sie sprechen nicht nur aktuelle Fluchten an, sondern auch Fluchten um 1945, die DDR-Fluchten aus den Achtzigerjahren, die Balkan-Fluchten aus der Zeit danach und andere bis heute. Der bekannte Autor Ilija Trojanow hat einleitend die Geleitworte für das Buch geschrieben.
Mit diesem Buch haben wir zum ersten Mal an „SEITENstrasse-Lesen hinter dem Tresen“ in Eupen teilgenommen. Am 24. November fand die diesjährige Ausgabe des beliebten Eupener Literaturevents statt. Dabei luden 30 Geschäfte und Einrichtungen dazu ein, in ihren Räumlichkeiten Literatur mal anders als unter der heimischen Leselampe zu erleben. 800 Besucher nahmen an den Lesungen teil-über 60 Personen kamen dabei auch zu unseren Lesungen aus dem Buch „VON FLUCHTEN UND WIEDERFLUCHTEN“.

Gelesen haben Farwa Ahmadyar, Barbara Finke-Heinrich und Issam Al Najm. Herzliche Aufnahme fanden wir im Seniorenzentrums St Franziskus in der Hufengasse. Dafür vielen Dank!

Wir haben uns darüber gefreut, dass sowohl junge, als auch ältere Menschen zu unseren Lesungen gekommen sind. Manch intensiver Austausch ergab sich.
Wer die Lesungen in Eupen verpasst hat, ist herzlich zu unserer Konzertlesung mit diesem Buch am Samstag, dem 15. Dezember von 18.00 bis 20.00 Uhr in die Citykirche in Aachen eingeladen.


Unser Gottesdienst zum Nationalen Tag des Flüchtlings

Unser Gottesdienst zum Nationalen Tag des Flüchtlings fand am 
Donnerstag, dem 27. September 2018 statt.

Das Motto: „Wir grenzen auf“-70 Jahre Menschenrechte für alle? Dabei 
wollten wir vor allem die Rechte für Kinder gut in den Blick nehmen und 
haben diese vorgetragen und an eine Leiter geklebt.
Neben allem Schweren wollten wir aber auch den 70. Geburtstag der 
Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte feiern und taten dies mit einer 
leckeren Geburtstagstorte.

Pfarrerin Sylvia Engels legte die Bibelstelle Ezechiel 16, 4-8 excellent 
aus. Es war ein Angebot an die Teilnehmenden, Fürbitten selbst zu 
formulieren und dann eine Amnesty-Kerze auf ein Brett in der Leiter zu 
stellen. Dies wurde, es ist an den brennenden Kerzen zu sehen, gerne 
aufgegriffen. Die anschließenden Gespräche haben unser Thema gut 
weitergeführt.

Danke an alle, die der Einladung zum Gottesdienst und zum anschließenden 
Austausch gefolgt sind.


Filmveranstaltung Hymatloz bei der KHG

Gestern Abend haben wir als Kooperationsveranstaltung bei der 
Katholischen Hochschulgemeinde den Dokumentarfilm von 2016 „Haymatloz – 
Exil in der Türkei“ gezeigt. Der Saal war gut gefüllt-das Interesse am 
Thema war groß.

„Haymatloz“ hat Eren Önsöz ihren Dokumentarfilm genannt, der sich mit 
den Kindern der deutsch-jüdischen Intellektuellen beschäftigt, die in 
den Dreißigerjahren in die Türkei emigrierten. Gerufen von Mustafa Kemal
Atatürk, der die Chance ergriff, die sich ihm ab 1933 bot: Erstklassige 
Wissenschaftler in die junge Republik zu holen.
So beschäftigt sich der Film mit einem unbekannten Kapitel 
deutsch-türkischer Geschichte, das in Erstaunen versetzt: Die Türkei war 
einst Exilland für hochkarätige Wissenschaftler, Künstler und 
Intellektuelle, die aus Nazideutschland fliehen mussten. Staatsgründer 
Atatürk reformierte mit Hilfe der Deutschen die Universitäten nach 
westlichem Vorbild und gab den Verfolgten Schlüsselpositionen beim 
Aufbau des Landes.

Önsöz’ Film spricht auch die Repressionen an, die im Staate Erdogans 
inzwischen Normalität geworden sind. Studenten erzählen, dass sie vor 
Gericht gezogen werden, weil sie sich für Meinungsfreiheit einsetzen.

Von daher: Vielen Dank für die Beteiligung an unserer Postkarten-und 
Briefaktion! Wir werden das Thema Menschenrechtsverletzungen in der 
Türkei zeitnah wieder aufgreifen.

Gerne schon einmal den nächsten Termin vormerken: Am Sonntag, dem 25. 
November, am Tag gegen Gewalt gegen Frauen, von 10.30 bis 12.45 Uhr, in 
der Volkshochschule Aachen.


Vielen Dank für die großartige Unterstützung unseres 8. Wollsammeltages!

Länderschwerpunkt war die Türkei und besonders haben wir für die Unterstützung einer Eilaktion zu Gunsten der Mahnwachen der Samstagsmütter und für die zu Unrecht verurteile Lehrerein Ayse Celik
aus Diyarbakir geworben.

Großes Interesse zeigten die Besucher und Besucherinnen an den zwei Projekten in der Türkei, die wir im nächsten halben Jahr unterstützen werden. Bei einem Projekt wird nun auch ein Partner-Strickcafé gegründet werden. Dorthin geben wir gerne von den vielen Wollspenden ab. Wir freuen uns darauf, so auch weiter in Kontakt bleiben zu können.

Es kamen viele Säcke Wolle zusammen und es war vielen Spenderinnen und Spendern wichtig, sich zu solidarisieren und die Briefaktionen zu unterstützen.

„Gut, dass Sie die Situation in der Türkei in den Blick nehmen!“, war der einhellige Tenor!

Der nächste Wollsammeltag findet am 14. März 2019, wieder von 10 bis 17 Uhr, in der Citykirche statt.

Schöner Abschluss vor unserer Sommerpause: Kaffeekonzert zur Eröffnung der Ausstellung MENSCHEN AUF DER FLUCHT

Gelungene Aktion vor unserer Sommerpause

Am 8. Juli haben wir in Kooperation mit der Citykirche und den Katholikenräten Aachen Stadt und Land zum Kaffeekonzert eingeladen, um gemeinsam die Ausstellung MENSCHEN AUF DER FLUCHT zu eröffnen.

Ein Büffet mit selbstgebackenen Kuchen (etliche Spenden vom Strickcafé und der Kochgruppe) und Kaffee, Tee und Wasser lud zum Verweilen an den einladend gedeckten Tischen. Für den harmonischen musikalischen Rahmen sorgte die Flötengruppe „flauto amabile“.

Es gab viele gute Gespräche und die Gelegenheit zum Erzählen wurde gerne genutzt.

Kurze einführende Worte kamen von der Grünen Bürgermeisterin Hilde Scheidt. Sie wies darauf hin, dass wir in Deutschland ein Grundrecht auf Asyl haben und – anlässlich der zeitgleichen Fahrradkundgebung gegen Tihange – wir vielleicht selbst auf die Flucht gehen müssten – sollte es dort einen Unfall geben.

Die Ausstellung ist bis zum 13. August während der Öffnungszeiten in der Citykirche zu sehen.

Wir wünschen einen schönen Sommer und freuen uns, wenn wir viele von Ihnen bei unseren Aktivitäten begüßen können!