Kategorie: Veranstaltungen

25. November 2018-Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen -unsere Matinee in der VHS Aachen

25. November 2018-Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen -unsere Matinee in der VHS Aachen 

In diesem Jahr hatten wir im Rahmen einer Matinee mehr Zeit für die Kooperationsveranstaltung von Amnesty International, dem Eine Welt Forum und der Volkshochschule (VHS) Aachen. Das passte prima, denn auch den 70. Geburtstag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wollten wir entsprechend würdigen.

Nach einer kurzen Einführung in den TAG ZUR BESEITIGUNG VON GEWALT GEGEN wurde eine von Amnesty in Auftrag gegebene Untersuchung zum Thema Online-Gewalt gegen Frauen vorgestellt und lebhaft diskutiert.

Länderschwerpunkte waren Nigeria und die Türkei: In NORD-OST-NIGERIA musste die Zivilbevölkerung viele Jahre unter der brutalen Herrschaft der bewaffneten Gruppe Boko Haram leben – später war sie dann Gewalt und Missbrauch durch das nigerianische Militär ausgesetzt. Sie wurde in Militärlager geschickt, oft unter Trennung von ihren Ehepartnern. Hier herrscht eklatanter Mangel an Essen, Wasser und medizinischer Versorgung. Hungernde werden unter Androhung von Gewalt oder Nahrungsentzug zum Sex gezwungen. Tausende starben bereits. Die Knifar-Bewegung ist eine Gruppe Überlebender, die sich intensiv um diese Menschenrechtsverletzungen kümmert. Rund 2000 Knifar-Frauen haben in ihren Dörfern Listen mit Namen von Personen angelegt, die Missbrauch durch das Militär erfahren haben. Die ausliegende Solidaritätspetition wurde von fast allen Teilnehmenden unserer Veranstaltung unterschrieben.

Menschenrechtsverteidigerinnen in der TÜRKEI leben in einem ständigen Klima der Angst. Sie werden entweder inhaftiert, strafverfolgt oder bedroht. Eine gepackte Tasche steht immer bereit für den Fall, dass es früh morgens an der Tür klopft und die Polizei eine Menschenrechtsverteidigerin in Haft nimmt. Ausführlich wurden die Menschenrechtsverletzungen in der Türkei dargestellt und auch die Solidaritätspostkarte für Eren Keskin fand viel Unterstützung. Sie ist in Aachen bekannt, da sie auch den Aachner Friedenspreis für ihre mutige Arbeit erhalten hat.Juan Pablo Raimundo und seine Band „la folklorika“ nahmen uns mit auf eine Reise durch die musikalische Vielfalt Lateinamerikas und sorgten so für festliche Stimmung. Der teilweisen sehr mitreißenden Musik wurde begeistert zugehört. Ein guter Rahmen, weil wir auch etwas feiern wollten: Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wird 70 Jahre alt. Wir schnitten eine Geburtstagstorte an und nach Ende der Vorträge wurde sich noch lange und intensiv ausgetauscht.

Die nächste Kooperationsveranstaltung, die sich mit Menschenrechtsverletzungen an Frauen befasst, findet am Dienstag, 12. März 2019, von 19.00 bis 20.30 Uhr wieder in der VHS statt. Weitere Informationen folgen zeitnah.


Seitenstrasse-Lesen hinter dem Tresen mit dem Buch „VON FLUCHTEN UND WIEDERFLUCHTEN“

Wem noch ein Weihnachtsgeschenk fehlt, dem sei das Buch „VON FLUCHTEN UND WIEDERFLUCHTEN“ (Herausgeber Artur Nickel) empfohlen. An dieser Anthologie sind etwa 100 Autorinnen und Autoren aus der ganzen Bundesrepublik und darüber hinaus beteiligt. Sie sprechen nicht nur aktuelle Fluchten an, sondern auch Fluchten um 1945, die DDR-Fluchten aus den Achtzigerjahren, die Balkan-Fluchten aus der Zeit danach und andere bis heute. Der bekannte Autor Ilija Trojanow hat einleitend die Geleitworte für das Buch geschrieben.
Mit diesem Buch haben wir zum ersten Mal an „SEITENstrasse-Lesen hinter dem Tresen“ in Eupen teilgenommen. Am 24. November fand die diesjährige Ausgabe des beliebten Eupener Literaturevents statt. Dabei luden 30 Geschäfte und Einrichtungen dazu ein, in ihren Räumlichkeiten Literatur mal anders als unter der heimischen Leselampe zu erleben. 800 Besucher nahmen an den Lesungen teil-über 60 Personen kamen dabei auch zu unseren Lesungen aus dem Buch „VON FLUCHTEN UND WIEDERFLUCHTEN“.

Gelesen haben Farwa Ahmadyar, Barbara Finke-Heinrich und Issam Al Najm. Herzliche Aufnahme fanden wir im Seniorenzentrums St Franziskus in der Hufengasse. Dafür vielen Dank!

Wir haben uns darüber gefreut, dass sowohl junge, als auch ältere Menschen zu unseren Lesungen gekommen sind. Manch intensiver Austausch ergab sich.
Wer die Lesungen in Eupen verpasst hat, ist herzlich zu unserer Konzertlesung mit diesem Buch am Samstag, dem 15. Dezember von 18.00 bis 20.00 Uhr in die Citykirche in Aachen eingeladen.


Unser Gottesdienst zum Nationalen Tag des Flüchtlings

Unser Gottesdienst zum Nationalen Tag des Flüchtlings fand am 
Donnerstag, dem 27. September 2018 statt.

Das Motto: „Wir grenzen auf“-70 Jahre Menschenrechte für alle? Dabei 
wollten wir vor allem die Rechte für Kinder gut in den Blick nehmen und 
haben diese vorgetragen und an eine Leiter geklebt.
Neben allem Schweren wollten wir aber auch den 70. Geburtstag der 
Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte feiern und taten dies mit einer 
leckeren Geburtstagstorte.

Pfarrerin Sylvia Engels legte die Bibelstelle Ezechiel 16, 4-8 excellent 
aus. Es war ein Angebot an die Teilnehmenden, Fürbitten selbst zu 
formulieren und dann eine Amnesty-Kerze auf ein Brett in der Leiter zu 
stellen. Dies wurde, es ist an den brennenden Kerzen zu sehen, gerne 
aufgegriffen. Die anschließenden Gespräche haben unser Thema gut 
weitergeführt.

Danke an alle, die der Einladung zum Gottesdienst und zum anschließenden 
Austausch gefolgt sind.


Filmveranstaltung Hymatloz bei der KHG

Gestern Abend haben wir als Kooperationsveranstaltung bei der 
Katholischen Hochschulgemeinde den Dokumentarfilm von 2016 „Haymatloz – 
Exil in der Türkei“ gezeigt. Der Saal war gut gefüllt-das Interesse am 
Thema war groß.

„Haymatloz“ hat Eren Önsöz ihren Dokumentarfilm genannt, der sich mit 
den Kindern der deutsch-jüdischen Intellektuellen beschäftigt, die in 
den Dreißigerjahren in die Türkei emigrierten. Gerufen von Mustafa Kemal
Atatürk, der die Chance ergriff, die sich ihm ab 1933 bot: Erstklassige 
Wissenschaftler in die junge Republik zu holen.
So beschäftigt sich der Film mit einem unbekannten Kapitel 
deutsch-türkischer Geschichte, das in Erstaunen versetzt: Die Türkei war 
einst Exilland für hochkarätige Wissenschaftler, Künstler und 
Intellektuelle, die aus Nazideutschland fliehen mussten. Staatsgründer 
Atatürk reformierte mit Hilfe der Deutschen die Universitäten nach 
westlichem Vorbild und gab den Verfolgten Schlüsselpositionen beim 
Aufbau des Landes.

Önsöz’ Film spricht auch die Repressionen an, die im Staate Erdogans 
inzwischen Normalität geworden sind. Studenten erzählen, dass sie vor 
Gericht gezogen werden, weil sie sich für Meinungsfreiheit einsetzen.

Von daher: Vielen Dank für die Beteiligung an unserer Postkarten-und 
Briefaktion! Wir werden das Thema Menschenrechtsverletzungen in der 
Türkei zeitnah wieder aufgreifen.

Gerne schon einmal den nächsten Termin vormerken: Am Sonntag, dem 25. 
November, am Tag gegen Gewalt gegen Frauen, von 10.30 bis 12.45 Uhr, in 
der Volkshochschule Aachen.


Vielen Dank für die großartige Unterstützung unseres 8. Wollsammeltages!

Länderschwerpunkt war die Türkei und besonders haben wir für die Unterstützung einer Eilaktion zu Gunsten der Mahnwachen der Samstagsmütter und für die zu Unrecht verurteile Lehrerein Ayse Celik
aus Diyarbakir geworben.

Großes Interesse zeigten die Besucher und Besucherinnen an den zwei Projekten in der Türkei, die wir im nächsten halben Jahr unterstützen werden. Bei einem Projekt wird nun auch ein Partner-Strickcafé gegründet werden. Dorthin geben wir gerne von den vielen Wollspenden ab. Wir freuen uns darauf, so auch weiter in Kontakt bleiben zu können.

Es kamen viele Säcke Wolle zusammen und es war vielen Spenderinnen und Spendern wichtig, sich zu solidarisieren und die Briefaktionen zu unterstützen.

„Gut, dass Sie die Situation in der Türkei in den Blick nehmen!“, war der einhellige Tenor!

Der nächste Wollsammeltag findet am 14. März 2019, wieder von 10 bis 17 Uhr, in der Citykirche statt.

Amnesty: AZ und AN 8. Wollsammeltag

Schöner Abschluss vor unserer Sommerpause: Kaffeekonzert zur Eröffnung der Ausstellung MENSCHEN AUF DER FLUCHT

Gelungene Aktion vor unserer Sommerpause

Am 8. Juli haben wir in Kooperation mit der Citykirche und den Katholikenräten Aachen Stadt und Land zum Kaffeekonzert eingeladen, um gemeinsam die Ausstellung MENSCHEN AUF DER FLUCHT zu eröffnen.

Ein Büffet mit selbstgebackenen Kuchen (etliche Spenden vom Strickcafé und der Kochgruppe) und Kaffee, Tee und Wasser lud zum Verweilen an den einladend gedeckten Tischen. Für den harmonischen musikalischen Rahmen sorgte die Flötengruppe „flauto amabile“.

Es gab viele gute Gespräche und die Gelegenheit zum Erzählen wurde gerne genutzt.

Kurze einführende Worte kamen von der Grünen Bürgermeisterin Hilde Scheidt. Sie wies darauf hin, dass wir in Deutschland ein Grundrecht auf Asyl haben und – anlässlich der zeitgleichen Fahrradkundgebung gegen Tihange – wir vielleicht selbst auf die Flucht gehen müssten – sollte es dort einen Unfall geben.

Die Ausstellung ist bis zum 13. August während der Öffnungszeiten in der Citykirche zu sehen.

Wir wünschen einen schönen Sommer und freuen uns, wenn wir viele von Ihnen bei unseren Aktivitäten begüßen können!

 

1. Mai 2018 in Aachen

Ursprünglich dachten wir, etwas abseits mit unserem Stand zu stehen….
Aber der Standort erwies sich letztendlich als Glücksfall: Es konnten in
Ruhe viele intensive Gespräche geführt werden.

Thematisiert wurde die schwierige Arbeit von Gewerkschaften im Iran. Dazu
passendend dann gleich zwei Petitionen, bei denen um die Unterstützung der
Gewerkschafter Ismail Abdi und Reza Shahabi gebten wurde. Zum
Hintergrund: Der Iran hat die Pakte der Vereinten Nationen
unterzeichnet, wonach jeder das Recht hat, einer Gewerkschaft seiner
Wahl beizutreten oder eine Gewerkschaft zu gründen.
Erst seit 2003 dürfen Arbeitnehmer_innen Gewerkschaften gründen oder
ihnen beitreten, werden aber in der Realität unterdrückt und in ihrer
Arbeit behindert. Unter den bestehenden Vorschriften können Islamische
Räte und unabhängige Gewerkschaften nicht in einem Betrieb vertreten
sein. Trotz der Unterdrückung haben Arbeitnehmer_innen im Iran
Vereinigungen und Organisationen gebildet, um u.a. gegen einbehaltenen
Lohn und schlechte Arbeits- und Lebensbedingungen zu protestieren.

Dazu informierten wir über die Arbeit der Save-me-Kampagne und erläuterten
unsere Forderung nach sicheren Zugangswegen.

Zum Musikprogramm beendeten wir unseren Amnesty-Einsatz und lauschten
gebannt den engagierten Liedern von Babylon Tamam. Tränen hatten wir in
den Augen als die jungen Flüchtlinge ein Lied „in eigener Sache“
gesungen haben: Wir kommen nicht wegen Eurem Wetter und wir kommen nicht
wegen Eurem Geld…. Und dann von Flucht, Ankommen, Nicht-Willkommen-Sein
und traumatisierenden Erfahrungen gesungen haben.

Babylon Tamam werden auch bei unserer Kooperationsveranstaltung zum
Tag der Menschenrechte am 15. Dezember in der Citykirche spielen.
Den Termin schon einmal vormerken. Nähere Informationen folgen zeitnah.

Ausstellung MENSCHEN AUF DER FLUCHT 

Düsseldorf bis 22.06.2018 Ausstellung MENSCHEN AUF DER FLUCHT

Die Ausstellung MENSCHEN AUF DER FLUCHT  ist in Düsseldorf im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Haroldstrasse 4 in Düsseldorf bis 22.06.2018, 16:00 Uhr zu sehen. Am vergangenen Donnerstag wurde sie von Minister Stamp und Amnesty Generalsekretär Markus N. Beeko eröffnet.

Die 30 Tafeln einer Magnum-Photos-Ausstellung erzählen eine große Geschichte – die von Flucht und Vertreibung.
Die beeindruckenden Bilder erlauben einen Einblick in die individuellen, alltäglichen Geschichten von geflüchteten Menschen: Was heißt es, auf der Flucht zu sein? Was bedeutet es, gesellschaftlicher Umwälzung, Bedrohung und Tod zu begegnen und gezwungen zu sein, das eigene Zuhause zu verlassen, um einen sicheren Ort zu suchen?
Große Fluchtbewegungen sind nichts Neues. Die Ausstellung umreißt die vergangenen 70 Jahre und blickt zurück bis zum Zweiten Weltkrieg – einer Zeit massiver Vertreibungen.
Die internationale Fotoagentur Magnum, mit ihren vielen namenhaften Fotografinnen und Fotografen (z.B. Sebastiao Salgado oder Henri-Cartier Bresson) zeigt in Kooperation mit der internationalen Menschenrechtsorganisation Amnesty International eindrucksvolle Momentaufnahmen zum Leben von Menschen auf der Flucht seit 1948 bis heute – aber auch, wie diese zum neuen Lebensalltag wird und Notlösungen zum Dauerzustand werden. Durch die unterschiedlichen Zeitpunkte und auch Orte der Motive zeigt die Ausstellung, dass Flucht seit 70 Jahren ein gegenwärtiges Thema darstellt und sich die Gegebenheiten in den letzten sieben Jahrzenten global gesehen kaum geändert haben. Die meisten dieser Fotografinnen und Fotografen widmen sich der Dokumentation von bewaffneten Konflikten, Krisen, Unruhen und gesellschaftlichen Umbrüchen in allen Teilen der Welt: von Syrien, Irak und Libyen über Vietnam, Hongkong und Russland bis hin zur Türkei, Griechenland, Österreich und Frankreich.
Die Ausstellung zeigt Fotos von schutzsuchenden Menschen im Zeitraum von 1948 bis heute. Dabei handelt es sich um eindrucksvolle Bilder aus allen Teilen der Welt: von Syrien, Irak und Libyen über Vietnam, Hongkong und Russland bis hin zur Türkei, Griechenland, Österreich und Frankreich. Die Fotos zeigen Momentaufnahmen der Flucht, aber auch, wie diese zum neuen Lebensalltag wird und Notlösungen zum Dauerzustand werden. Durch die unterschiedlichen Zeitpunkte und auch Orte der Motive zeigt die Ausstellung, dass Flucht seit 70 Jahren ein gegenwärtiges Thema darstellt und sich die Gegebenheiten in den letzten sieben Jahrzenten global gesehen kaum geändert haben.
Öffnungszeiten der Ausstellung: Montag bis Donnerstag: 08.00-16.30 Uhr, Freitag: 08.00-16.00 Uhr
Die Ausstellung findet im Foyer und in der sechsten Etage statt.

In den Sommerferien wird die Ausstellung in der Aachener Citykirche zu sehen sein. Nähere Informationen folgen zeitnah.

 

Mit unserer Konzertlesung am Tag gegen Rassismus (21. März) haben wir den Jahreskreis geschlossen-ein Jahr lang organisieretn wir immer wieder Veranstaltungen rund um das Buch DURCH DIE WAND

  1. März 2018

Unsere letzte Konzertlesung zum Buch DURCH DIE WAND im ALTEN SCHLACHTHOF
fand in Eupen am Tag gegen Rassismus statt.
Ein Jahr lang organisierten wir immer wieder, in verschiedenen
Kooperationen, Veranstaltungen zu diesem bemerkenswerten und berührenden
Buch.

Schauspielerin Annette Schmidt vom Theater K in Aachen hat aus dem
autobiografischen Text, geschrieben von Nizaqete Bislimi, vorgelesen.
Wie hat die junge Frau es vom Flüchtling zur erfolgreichen
Rechtsanwältin geschafft? Begleitet wurde die Lesung von einem
orientalisch angehauchten Konzert von Mah-e Manouche.

Zur Autorin und dem Buch:
Nizaqete Bislimi hatte eine glückliche Kindheit, sie wuchs in der
Geborgenheit einer Großfamilie auf, die mütterlicherseits den Roma
angehörte; die Verwandten des Vaters waren Hashkali. Wie ihre
albanischen Nachbarkinder ist sie muslimisch, besucht mit ihnen
gemeinsam die Schule. Doch Anfang der 1990er Jahre wachsen die
Spannungen zwischen Serbinnen und Serben sowie Albanerinnen und
Albernern. Die Volkszugehörigkeit der Eltern wird nun zunehmend zum
Auslöser von Diskriminierungen und Ausgrenzungen. 1993 wird das
14-jährige Mädchen von Fluchthelferinnen und Fluchthelfern außer Landes
gebracht.
Angekommen in Deutschland ist Nizaqete getrieben von einem Hunger nach
Bildung. Weniger die Enge in den Flüchtlingsunterkünften werden zur
Belastung für die Familie als vielmehr die existentiellen Sorgen um die
ungewisse Zukunft. Erst 2007, also 14 Jahre, später erhielten Nizaqete
Bislimi und ihre Familie das Aufenthaltsrecht. Zu dieser Zeit war sie
bereits Referendarin im Staatsdienst und sprach deutsches Recht.
Nizaqete Bislimi  arbeitet heute als Rechtsanwältin in einer Essener
Anwaltskanzlei und ist Erste Vorsitzende des „Bundes Roma Verbands e.V.“
Sie sagt: „Es gibt viele erfolgreiche Roma in Deutschland. Doch die
meisten geben sich nicht als Roma zu erkennen. Aus Angst vor den alten
Stigmata.“

Mit Unterstützung der Buchhandlung LOGOS konnten wir einen Büchertisch
organisieren.

Danke für alle Unterstützung und das Interesse an dem Thema!