Kategorie: Veranstaltungen

Rückblick Weltfrauentag

Danke an alle, die unsere Veranstaltung zum Weltfrauentag am 10. März 2020 in der Volkshochschule Aachen besuchten!

Ein kleines Quiz half uns, den Internationale Frauentag gemeinsam einzuordnen.

„STÄRKER ALS GEWALT“ heißt die im November 2019 durch Bundesfamilienministerin Giffey gestartete Initiative, in der sich Organisationen zusammengeschlossen haben, die im Bereich Hilfe und Unterstützung aktiv sind. Die Initiative wendet sich ausdrücklich an betroffene Frauen und Männer, aber auch an ihr Umfeld. Es soll ein konkretes Konzept für eine neue Monitoringstelle erarbeitet werden. Das Vorhaben ist Teil der Umsetzung der sogenannten Istanbul-Konvention („Europaratsübereinkommen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“) sowie der Europaratskonvention zur Bekämpfung des Menschenhandels. Wir haben uns mit den Inhalten der Kampagne befasst. Als Schwerpunktländer hatten wir Indien und den Sudan gewählt:
Politikerinnen in Indien sehen sich auf Twitter mit einem schockierenden Ausmaß an Missbrauch konfrontiert. In den drei Monaten von März bis Mai 2019 im Vorfeld, während und kurz nach den Parlamentswahlen 2019 in Indien wurden mehr als 100.000 Tweets analysiert, die an 95 indische Politikerinnen gerichtet wurden. Die untersuchten Politikerinnen vertraten eine Vielzahl von politischen Ansichten, die das gesamte ideologische Spektrum abdecken. Die Studie mit dem Titel „Troll Patrol India: Online-Missbrauch von Politikerinnen in Indien aufdecken“ wurde vorgestellt und diskutiert.
Im Sudan kam es nach monatelangen Protesten im letzten Jahr zum Sturz des Langzeitpräsidenten Omar al-Bashir und zur Bildung einer Übergangsregierung. Die friedlichen Proteste wurden vor allem von Frauen und jungen Leuten getragen. Das Bashir-Regime reagierte mit brutaler Gewalt, was in dem Massaker vom 3. Juni 2019 gipfelte. Es gab über 100 Todesopfer und mehrere hundert Verletzte. Dabei gingen die Sicherheitskräfte besonders brutal gegen Frauen vor. Es kam zu vielen Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffen auf Frauen, auch während der Haft. Die Frauen im Sudan fordern jetzt ihre Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit. Sie gehen für ein Leben in Würde auf die Straße. Sie fordern eine Verfassung, die ihnen gleiche Rechte und Macht wie den Männern garantiert, die ihr Geschlecht respektiert und gleiche Partizipation am sozialen Leben zugesteht, um ihr Leben zu verbessern.

Eindringlich las Annette Schmidt (Schauspielerin, TheaterK) aus dem Manifest „Mehr Feminismus!“ von Chimamanda Ngozi Adichie. Die nigerianische Bestsellerautorin ist eine der großen jungen Stimmen der Weltliteratur und eine hellwache Beobachterin unserer Zeit. In ihren Texten entlarvt sie, wie Stereotype unser Denken bestimmen und erzählt nicht ohne Humor über Rollenverständnis und -muster. Über all ihren Geschichten schwebt jedoch immer der helle Schimmer am Horizont, der eine gerechtere, bessere und tolerantere Welt ankündigt.

Die passenden Lieder, die Juan Pablo Raimundo mit seiner Gitarre vortrug, gaben der Veranstaltung einen würdigen und berührenden Rahmen
Unsere nächste Kooperationsveranstaltung findet am Montag, dem 30. Novemnber wieder in der Volkshochschule zum Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen statt. Nähere Informationen folgen zeitnah.

11. Wollsammeltag der Save-me-Kampagne

Rückblick auf den 11. Wollsammeltag der Save-me-Kampagne Zwar fanden bei schlechtem Wetter und Corona-Virus deutlich weniger Menschen den Weg zu unserem Wollsammeltag in der Citykirche, aber dieser war dennoch erfolgreich und sehr vielfältig. Als wir mit dem Aufbauen und den Vorbereitungen beginnen wollten, besprach gerade eine internationale Förderklasse die selbstgemalten Bilder, die rund um das Thema Flucht entstanden waren. Wie zu einem Familientreffen kamen unsere Unterstützerinnen aus den Niederlanden, aus Eschweiler und andere Frauen, und brachten sehr viele gestrickte Kunstwerke. Über diese zuverlässige Mitarbeit sind wir sehr froh. Sogar zwei Pakete mit Wollspenden wurden uns in die Citykirche zugeschickt. Eine Erzieherin hatte im Radio das Interview zum Wollsammeltag (Danke an Antenne AC) gehört und spontan wurde der Spaziergang in die Citykirche gelenkt-selbstverständlich auch mit einigen Wollspenden. Auch die Amnesty-Briefaktion zu der dramatischen Lage an der griechisch-türkischen Grenze fand zahlreiche Unterstützung. Oft fotografiert und nickend kommentiert der Spruch, den wir an die Pinwand geheftet hatten: WER MIT 50 kg NUDELN VORM NIESENDEN NACHBARN FLÜCHTET, SOLLTE NICHT ANDEREN MENSCHEN VORSCHREIBEN, MIT IHREN FAMILIEN IM BÜRGERKRIEG ZU BLEIBEN! Die Gelegenheit zum Austausch bei einem wärmenden Getränk und dem Imbiss wurde gerne genutzt und wir konnten unsere Fotos zeigen und auf die Situation von Flüchtlingen im Libanon, aber auch im Allgemeinen hinweisen. Der nächste Wollsammeltag findet am Donnerstag, dem 10. September 2020 wieder 10:00 – 17:00 Uhr in der Citykirche (Citykirche Aachen, An der Nikolauskirche 3, 52062 Aachen) statt. Wir freuen uns auf Ihre Woll- und Portospenden, sowie die Möglichkeit, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

Autorenlesung mit Blick auf den Tag der Menschenrechte

Unsere Autorenlesung mit Blick auf den Tag der Menschenrechte (10. Dezember) am 15. Dezember 2015
Am 15. Dezember 2019 stellte uns Christian Jacob, Redakteur der tageszeitung (taz) in Berlin sein Buch „Diktatoren als Türsteher“, eine Dokumentation der neuen EU-Politik in Afrika, in der Aachener Citykirche vor.
Seit einigen Jahren zielt die Migrationspolitik der EU und ihrer Mitgliedstaaten verstärkt darauf ab, die Migrationskontrolle vor die EU-Grenzen auszulagern, um die Migration in den EU-Raum stärker regulieren und
kontrollieren zu können. In diesem Zusammenhang wird häufig von einer Externalisierung von Migrationskontrolle gesprochen. Die Auslagerung der Migrationskontrolle in afrikanische Staaten soll durch multilaterale oder
bilaterale Abkommen der EU und ihrer Mitgliedstaaten mit afrikanischen Ländern ermöglicht werden. Einige der Kooperationen, die in den vergangenen Jahren von der EU mit afrikanischen Staaten geschlossen wurden, bergen erhebliche Menschenrechtsrisiken.
Bei der gut besuchten Veranstaltung zeigte uns Christian Jakob einen Teil des Films, der zu dem Buch gedreht wurde und berichtete sachkundig.
Die Gelegenheit zum Austausch wurde bei einem Imbiss und Getränken gerne genutzt-fast war die Zeit zu kurz.
Auch die Möglichkeit den Amnesty Briefmarathon zu unterstützen wurde von vielen der Teilnehmenden genutzt.
Wir freuen uns über das Interesse, auf dass dieses immer wichtiger werdende Thema gestoßen ist und weisen schon jetzt gerne auf unsere Autorenlesung zum Jahresende 2020 hin: Am 22. November laden wir dann gerne wieder als Kooperationspartner zu Lesung und Austausch in die Citykirche ein.


Rückblick auf unsere Matinee zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am Sonntag, 24.11.2019 in der Volkshochschule Aachen.

Danke an alle, die der Einladung von Amnesty International, dem Eine Welt Forum und der Volkshochschule Aachen folgten.

Danke an La Folklorica, die uns auf eine musikalische Reise durch Südamerika mitgenommen haben. Dank auch an Annette Schmidt vom Theater K, die mit lyrischen Texten von Autorinnen aus aller Welt die Veranstaltung begleitete: „Frauenmenschen: Von Gewalt umgeben. Trotzdem oder deshalb, zärtlich und kämpferisch – unterdrückt immer noch, auch müde manchmal, doch ungebrochen im Frausein stark.“

Die Solidaritätsbriefe zu Gunsten von drei jungen Frauen wurden von den Teilnehmenden betroffen unterschrieben. So haben wir auch mit dieser Veranstaltung am Amnesty-Briefmarathon teilgenommen. MARINEL UBALDO von den Philippinen, SARAH MARDINI, die in Griechenland aktiv war und die Iranerin YASAMAN ARYANI haben sich, wie viele andere, für die Einhaltung von Menschenrechten eingesetzt.

Schon jetzt vormerken: Am Dienstag, dem 10. März 2020 von 19:00 bis 21:30 findet unsere Veranstaltung zum Weltfrauentag statt, wieder in der Volkhochschule Aachen.

Gottesdienst am 26. September, dem Vorabend des Nationalen Tag des Flüchtlings: „Wir grenzen auf“ – Menschenhandel – Zwangsprostitution-Der Mensch als Ware?

Gottesdienst am 26. September, dem Vorabend des Nationalen Tag des Flüchtlings: „Wir grenzen auf“ – Menschenhandel – Zwangsprostitution-Der Mensch als Ware?

Das war das Thema unseres diesjährigen Gottesdienstes zum Nationalen Tag des Flüchtlings. Wir blickten nach Nigeria. Dort gelten Menschenhandel und Vertreibung als große Probleme, unter denen besonders Frauen leiden. Zu Tausenden werden Mädchen und junge Frauen, die sich in finanziellen und sozialen Notsituationen befinden, aus Nigeria nach Europa gelockt und zur Prostitution gezwungen. „Wenn ich versuche zu fliehen, dann bringen sie meine Familie und mein Kind um“, sagen betroffene Frauen. Unter falschen Versprechungen werden sie von Menschenhändlerinnen, sogenannten „Madams“, angeworben. Anschließend müssen sie meist an dem Juju-Ritual eines Predigers teilnehmen. Das ist eine Art Voodoo-Zauber, der sich am traditionellen Geisterglauben orientiert.

Die Puzzleteile der Rettungsringe wurden in dem Gottesdienst mit verschiedenen Botschaften und Forderungen beschriftet.

Beim anschließenden Austausch wurden viele interessante Gespräche geführt. Danke an SOLWODI, die mit einem Infotisch vertreten waren und so direkte Unterstützungangebote und ihre Arbeit im Allgemeinen vorstellen konnten.

Auch die Postkarte an Angela Merkel mit der Forderung, sich mit allen Mitteln dafür einzusetzen, dass:

  • alle derzeit in Libyen inhaftierten Flüchtlinge und Migrant_innen unverzüglich freigelassen werden,
  • alle Menschen auf dem Mittelmeer aus Seenot gerettet und an einen sicheren Ort gebracht werden,
  • mehr sichere und legale Zugangswege für Flüchtlinge aus Libyen nach Europa geschaffen werden, auch durch die Aufnahme in engagierten Kommunen

kam zum Einsatz.
Diese Forderungen können auch Online unterstützt werden:

https://www.amnesty.de/mitmachen/petition/seenotrettung-ermoeglichen-und-sichere-zugangswege-aus-libyen-nach-europa

Herzliche Einladung zum Asyl-Einführungsseminar vom 25.-27.10.2019 in Aachen

Asyl-Einführungsseminar vom 25.-27.10.2019 in Aachen

Am letzten Oktoberwochenende findet in Aachen ein Einführungsseminar in Kooperation von Amnesty International und der Bischöfliche Akademie, Leonhardstr. 18-20 in 52064 Aachen statt. Die die Bischöfliche Akademie (vormals August-Pieper-Haus) vom Hauptbahnhof in ungefähr fünf Minuten zu Fuß zu erreichen.

Es wurde ein Programm mit verschiedenen interessanten Themen zusammengestellt, damit Asylsuchenden auch in ihrem Asylverfahren gut beraten werden können.
Das Seminar bietet einen Überblick über den Ablauf des Asylverfahrens und über die Kriterien für die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft, des subsidiären Schutzes und über die Feststellung von Abschiebungsverboten.  Weiter wird über die Rechtsmittel gegen negative Entscheidungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge informiert. In Arbeitsgruppen werden die vermittelten Informationen an Hand konkreter Einzelfälle vertieft. Zudem werden aktuelle politische Entwicklungen im Asylrecht besprochen.

Die Flyer-Pdf, über die auch eine Anmeldung stattfinden kann, kann hier heruntergeladen werden:
https://bak-ac.de/veranstaltungen/uebersicht/a-event/Einfuehrungsseminar-Asyl/?instancedate=1572019200000

Aachen: unsere Teilnahme am weltweiten Klimastreik am vergangenen Freitag, dem 20. September

Teilnahme am weltweiten Klimastreik am vergangenen Freitag, dem 20. September, in Aachen

#allefürsklima: Unter diesem Motto sind am Freitag, dem 20. September 2019 weltweit Demonstranten auf die Straße gegangen, um sich für den Klimaschutz auszusprechen. Alleine in Deutschland waren mehr als 570 Aktionen und Demonstrationen geplant.

In Aachen waren es 6000 (Angabe Polizei) bis 8000 Teilnehmende (Angabe Veranstaltende), die sich um 10 Uhr am Elisenbrunnen zur Auftaktkundgebung trafen. Um 11 Uhr startete der Demonstrationszug über den Europaplatz bis zum Kennedypark zur Abschlusskundgebung bis 18 Uhr. Vier Generationen gingen zusammen auf die Straße, um den Klimastreik zu unterstützen und unsere Amnesty-Forderungen auf die Straße zu tragen.
Fridays for Future hat auch an die „Erwachsenen“ appelliert, sich an diesem Globalen Streik am 20. September zu beteiligen. Amnesty International unterstützt die Aktionen und beteiligte sich an den Demonstrationen in mehr als 30 Städten.
„Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen – bereits heute vernichtet die menschengemachte Klimakrise Leben und Lebensgrundlagen von Millionen Menschen weltweit. Umweltzerstörungen und Klimawandel führen zu Verletzungen der Menschenrechte wie des Rechts auf Leben, Gesundheit und angemessene Ernährung, aber auch auf Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und Nichtdiskriminierung und nicht zuletzt zur Verletzung des Rechts auf eine gesunde Umwelt. In kurzer Zeit wurde sehr viel in Bewegung gebracht: Der Klimawandel ist weit oben auf der globalen Agenda und viele Menschen überdenken ihren Lebensstil. Aber das reicht noch lange nicht. Vom 18.-20.9.2019 fand in New York der „People’s Summit on Climate, Rights and Human Survival” statt, ein zivilgesellschaftlicher Gipfel zu Menschenrechten und Klimawandel, den Amnesty gemeinsam mit vielen anderen NGOs wie Greenpeace initiiert hat. Wenige Tage nach dem Klimastreik, traffen sich beim UN Klimagipfel Staats- und Regierungschefs aus aller Welt.“
Wir müssen weiter gemeinsam deutlich machen, dass es um unser aller Zukunft und mit dem Einsatz gegen den Klimawandel auch um die Sicherung von Menschenrechten geht!

Dokumentation der Resettlement-Fachtagung 2019

Hier die Dokumentation zur Resettlement-Fachtagung am 13. und 14. Mai 2019 in Frankfurt.

Auf der zweiten Seite der Dokumentation finden Sie das Tagungsprogramm. Sollten Sie sich für ein bestimmtes Thema oder einen bestimmten Vortrag interessieren, können Sie diesen in der Programmübersicht der ersten beiden Seiten auswählen. Sie werden dann automatisch zu dem Beitrag weitergeleitet. Im Rahmen der Veranstaltung ist zudem ein Podcast entstanden, den Sie über die Internetseite des Deutschen Caritasverbandes abrufen können https://www.caritas.de/podcast/resettlement

Sommerfest der Evangelischen Studierenden Gemeinde

Am 30. Juni fand bei strahlendem Sonnenschein das Sommerfest der
Evangelischen Studierenden Gemeinde in Aachen auf dem Lousberg statt.
Auch wir waren mit einem Infostand vertreten, denn jeden ersten Montag
im Monat (HERZLICHE EINLADUNG ZUR TEILNAHME) treffen wir uns dort um 20
Uhr, Ältere und Jüngere, Flüchtlinge und in Deutschland Geborene, um
gemeinsam zu kochen und uns auszutauschen.
Es ergaben sich etliche interessante Gespräche und es war ein schönes
Fest mit vielen interessanten Darbietungen.
Wir bedanken uns für die Organisation und die Einladung!

Unsere Konzertlesung mit dem Buch FLUCHTEN UND WIEDERFLUCHTEN in Eupen

Unsere Konzertlesung in Eupen mit Texten aus dem Buch VON FLUCHTEN UND WIEDERFLUCHTEN und Musik von Sasan Azodi, einem Mitglied von Babylon Tamam und der afrikanischen Sängerin Dianka aus Brüssel
Rassismus und Gewalt machen sprich-wörtlich heimatlos. Sie treiben Menschen in die Flucht. Dem stellten sich Farwa Ahmadyar, Issam Alnajm, Barbara Finke-Heinrich und Artur Nickel (Hg.) mit ihrem Anthologie-Lesebuch „Von Fluchten und Wiederfluchten“ in einer Konzertlesung am 6. April in Eupen im Kulturzentrum Alter Schlachthof. Für den passenden musikalischen Rahmen hatten wir die Band Baylon Tamam aus Aachen eingeladen. In dieser Band haben sich geflüchtete Jugendliche um den Musiker Sasan Azodi zusammengefunden, und machen gemeinsam Musik. Dabei verbinden sie die traditionellen Klänge ihrer Herkunftsländer mit westlichem Pop und Hip-Hop zu einer Musik, die keine Grenzen und Herkunft mehr kennt. Die Grenze Belgien-Deutschland machte uns dann aber einen Strich durch die Rechnung: Wenige Tage vor dem Konzert erhielten wir die Entscheidung der Aachener Ausländerbehörde, dass, bis auf einen jungen Flüchtling, Babylon Tamam nicht nach Eupen fahren und spielen dürfen. Mit der großartigen Musik von Dianka, Sasan und Idriz und den Texten, die unter die Haut gingen, wurde es dennoch ein beeindruckender Abend. Sasan Azodi hat ein Lied über Nasrin Sotoudeh komponiert, das er vor der Pause spielte. Danach rief er zur Unterstützung der Amnesty Petition für die iranische Rechtsanwältin, die im März 2019 zu 33 Jahren Haft und 148 Peitschenschlägen verurteilt wurde, auf. Hier der Link zu dem Lied: https://youtu.be/51WhQbGYYqk. Die Petition für Nasrin Sotoudeh kann im Internet unterschrieben werden: https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/nasrin-sotoudeh-muss-freigelassen-werden.
Auch die Ausstellung zu 70 Jahre Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte fand interessierte Beachtung und passte gut in den Rahmen der Veranstaltung. Zufällig ergänzt wurde unsere Amnesty-Ausstellung durch Ausstellung „Papierlos auf der Flucht“, die von dem aus Mexiko stammenden und in Eupen lebenden Künstler Cristian Pineda mit Flüchtlingen aus El Salvador, Guatemala und Honduras gestaltet wurde.