Kategorie: Bericht

Memorandum für einen starken Flüchtlingsschutz

Mehr als 275 Organisationen rufen zum Umdenken im Flüchtlingsschutz auf: Es geht auch anders!
Zum Weltflüchtlingstag 2026 stellt sich ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis aus Wohlfahrt, Menschenrechtsarbeit, Kirchen und Zivilgesellschaft unter dem Motto „Es geht auch anders! Gemeinsam für Schutz und Zusammenhalt“ gegen die Entrechtung von schutzsuchenden Menschen. 75 Jahre nach Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention formulieren sie in einem Memorandum eine Zukunftsvision für einen starken Flüchtlingsschutz, von dem alle profitieren.

Das heute veröffentlichte  Memorandum „Es geht auch anders! Gemeinsam für Schutz und Zusammenhalt“  wird von Amnesty International, AWO Bundesverband, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, Diakonie Deutschland, Handicap International und PRO ASYL herausgegeben und von 275 Organisationen, darunter 68 Bundesorganisationen inklusive der Evangelischen Kirche Deutschland, mitgetragen.

Memorandumg für einen starken Flüchtlingsschutz - 75 Jahre Genfer Flüchtlingskonvention

Danke für die vielen Wollspenden an unserem Wollsammeltag im März!

Nun stricken wir das nächste halbe Jahr für die Menschen in Afghanistan.

Du möchtest uns dabei unterstützen? Wir treffen und jeden Mittwoch zwischen 14 und 16 Uhr im Aachener Welthaus (An der Schanz 1, 52064 Aachen). Kontakt: Ingeborg Heck-Böckler <i.heck-boeckler@amnesty-aachen.de>

Der nächste Wollsammeltag findet am 10. September 2026, wieder von 10 bis 12 Uhr in der Aachener Citykirche statt.

Lesung zum Jahresende

Sie hat Tradition, unsere Konzertlesung zum Jahresende und ist unsere letzte Veranstaltung im Jahr.

Wir haben die politische Landschaft, die Musik und Literatur folgender Länder entdeckt – Belarus, El Salvador, Iran, Kuba, Südsudan und sind dabei Schriftsteller*nnen in ihren Texten begegnen, die allesamt jetzt gerade, hier in Deutschland im Exil leben. Wir blieben auf diese Weise auf uns vertrautem Gebiet.
Es geht uns Alle etwas an, wenn hier oder irgendwo in der Welt entschieden wird, welche Texte geschrieben werden dürfen oder nicht oder ob Musik gespielt werden darf und welche.

Dank an Martina Rester, das Duo Amini und die Band Lateinamericanto, die diese Veranstaltung künstlerisch begleitet haben

Ein flammendes Plädoyer für die Menschenrechte

Ein kurzer Rückblick auf die Eupener Mahnwache zum Tag der Menschenrechte. Diese findet immer am Vorabend des Tags der Menschenrechte, also am 9. Dezember statt.

Die Kooperation mit Miteinander Teilen macht Spaß und macht es möglich mehr Menschen zu erreichen.

Die Medien haben diesmal ein sehr großes Interesse an der Aktion gehabt: https://brf.be/regional/2031745/

Dadurch hatte die Aktion natürlich eine große Reichweite und die Informationen wurden breit gestreut.

Hugh Featherstone kam auch vorbei. Wir freuen uns auf das Konzert am Sonntag: https://amnesty-eupen.de/termin/candlelightseven-songs-for-life-love-liberty-law/

Menschen stehen mit Fackeln zur Mahnwache vor dem Tag der Menschenrechte an der Nikolauskirche in Eupen.

Letzte Aktion des Strickcafés in 2025

Einige Fotos von unserer letzten Aktion in diesem Jahr, bevor das Strickcafé der Save-me-Kampagne nun bis zum 7. Januar in die Winterpause geht.

In der Regel stricken wir für Flüchtlinge in Krisenregionen.

Aber weil wir deutlich machen möchten, dass in unserer Gesellschaft niemand hinten runder fallen darf und nicht eine benachteiligte Gruppe gegen eine andere ausgespielt werden darf, stricken wir den letzten Monat vor unsere Pause für Menschen in Not in Aachen und verteilen die Wollsachen bei der Weihnachtsfeier, die jedes Jahr in der Kirche St. Peter am Aachener Bushof organisiert wird.

weMIND. Filmtage 2025

Vom 3.–6. November haben 220 Schüler*innen & Lehrkräfte sowie 200 Abendgäste drei preisgekrönte Filme gesehen und im Anschluss mit unseren Gästen über die gezeigten Realitäten diskutiert.

Gezeigt wurden die Filme DIE SAAT DES HEILIEGN FEIGENBAUMS; NO OTHER LAND und SOULEMANES GESCHCHTE: Eine musikalische Einführung gab es von Ham Sayeh am ersten Abend und ein persönliches Statement von Sanaz Zaresani. Unsere Unterschritfenlisten wurden fleißig unterschrieben.

Und für das Konzert des in Eupen lebenden Liedermachers Hugh Featherstone CANDLELIGHT@SEVEN: Songs for Life, Love, Liberty & Law erhielten wir eine Einladung, auch mit einem Infotisch dabei zu sein. Vernetzungen sind wichtig!

Nun freuen wir uns aus die 10. Ausgabe der Filmtage im nächsten Jahr, wo wir wieder mit einem Infotisch vertreten sein werden.

Tunesien: Zunehmende Menschenrechtsverletzungen an Geflüchteten und Migrant*innen

Die tunesischen Behörden haben den Schutz von Geflüchteten und Migrant*innen in den letzten drei Jahren massiv abgebaut. Das zeigt ein neuer Amnesty-Bericht. Insbesondere Schwarze Menschen erleben ein rassistisches Vorgehen der Polizei, Menschenrechtsverletzungen sind weit verbreitet. Die Europäische Union läuft Gefahr, sich daran mitschuldig zu machen, wenn sie die Zusammenarbeit mit Tunesien bei der Migrationskontrolle ohne wirksame Menschenrechtsgarantien fortsetzt. 

Mehr dazu:

https://www.amnesty.de/pressemitteilung/tunesien-gefluechtete-migranten-menschenrechtsverletzungen

Frauen im Iran: Wir haben keine Angst!

„Regime profitieren immer von den Geschichten, die nicht erzählt werden“ (Natalie Amiri und Düzen Tekkal, Herausgeberinnen des Buches „Die mutigen Frauen Irans – Wir haben keine Angst!“)

Unsere Konzertlesung in Stolberg am 12.09.2025 mit Martina Rester, Fatemeh Adeli und Sasan Azodi war ein bewegender Abend und die Rückmeldungen waren alle sehr positiv und begeistert. „Tolle Künstler*innen, tolles Ambiente, wichtige Informationen und eine schöne Stimmung, trotz des ernsten Themas.“

Wir bedanken uns für die tolle Zusammenarbeit! Die Veranstaltung eröffnete das neue Semester der vhs und ist eine Kooperation von Amnesty International, Büro für Chancengleichheit, Bücherei, vhs Stolberg, save-me-Kampagne und Katholikenrat der Region Aachen.

Verfangen im Hexenwahn

Bei unserer Kooperationsveranstaltung VERFANGEN IM HEXENWAHN am 28. August 2025 in der Aachener Citykirche trug Martina Rester eine Text-Collage vor, die uns die Brisanz dieses Themas sowie die Nähe zu unserer eigenen Lebenswelt vor Augen führte denn: Wer oder was ist eigentlich eine Hexe? Und wofür muss sie herhalten?

Die Diskriminierung, Verfolgung und sogar Vernichtung von Menschen, die als „Hexen“ bezeichnet werden, ist ein weltweites, immer noch aktuelles Phänomen.
Hexen verkörpern dabei vor allem die Vielfalt eigenständigen weiblichen Lebens, die von Teilen der jeweiligen Gesellschaft als bedrohlich wahrgenommen und bekämpft wird.
Untermauert wurden die einzelnen Texte durch eindrucksvolle Musik von Sasan Azodi auf seiner Gitarre.

Siehe auch: https://www.amnesty.de/mitmachen/petition/ghana-hexen-verfolung-hexerei-frauenrechte-schuetzen