Kategorie: Presse

AZ durch die Wand

Auch in der Aachener Zeitung wurde unsere Kooperationsveranstaltung in der Citykirche beworben.
Die Lesung aus dem Buch „Durch die Wand“ von Nizaquete Bislimi.
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Interkulturelle Woche

Mit den Fotos von unserem Gottesdienst zur Interkulturellen Woche haben wir den 2. Platz belegt. Wir hatten uns inhaltlich mit Rassismus und Vorurteilen befasst.

Über 50 Menschen fanden sich (trotz) strahlenden Spätsommerwetters zu unserem Gottesdienst „Wir grenzen auf“-„Auf der Kippe“ am 6. September, mit Blick auf die Interkulturelle Woche, ein.

Wir hatten eine Wippe aufgebaut, und baten in unserem Gottesdienst, dass die Teilnehmenden Steine beschreiben, damit sich die Waagschale weg vom Recht des Lautesten und Stärksten hin zu einem (menschen-)gerechten Leben für alle neigt.

Die Fürbitten wurden fast alle von Flüchtlingen gelesen.

Mah e-Manouche und Juan Pablo Raimundo sorgten für einen wundervollen musikalischen Rahmen.
Unserer Einladung zum Austausch bei einem kleinen Imbiss folgten die meisten Besucher des Gottesdienstes.
Wir freuen uns über die Auszeichnug, so etwas motiviert ja ungemein!

Schon jetzt vormerken: Der nächste Gottesdienst im Rahmen der Interkulturellen Woche findet am nationalen Tag des Flüchtlings, am Freitag, dem 29. September wieder in der Citykirche statt.

Update: sichere Herkunftsstaaten

Ein Update zur Entwicklung rund um die Frage der Ausweitung der Liste der „sicheren Herkunftsstaaten“. Wie „Die Zeit“ veröffentlichte, geht das BAMF nach seinen internen Anweisungen sehr wohl von möglicher Verfolgung in den Maghreb-Ländern aus. Dies widerspricht in geradezu absurder Weise dem Gesetzentwurf des BMI und bestätigt unsere Kritik!

Der Gesetzentwurf steht auch weiterhin nicht auf der Tagesordnung des Bundesrates und es besteht die begründete Hoffnung, dass sie ihn entweder gar nicht mehr zur Abstimmung stellen (oder er bei Abstimmung abgelehnt werden würde).

Hier der vollständige Artikel: http://www.zeit.de/politik/2016-10/maghreb-staaten-bamf-sichere-herkunftsstaaten-gesetz-thomas-de-maiziere

Soziale Beratung von Flüchtlingen im Landeshaushalt NRW 2017

Am24. November haben die NRW-Landtagsfraktionen der SPD und Grünen eigene Änderungsanträge für den Landeshaushalt 2017 vorgestellt. Es ist gelungen ist, den Etat für die Soziale Beratung von Flüchtlingen um weitere fünf Millionen Euro aufzustocken, nachdem auch die Landesregierung im Haushaltsplanentwurf bereits eine Steigerung um fast zehn Millionen Euro vorgesehen hat. Gegenüber dem Jahr 2016 ist somit eine Steigerung um knapp 15 Millionen Euro auf nunmehr 42,12 Millionen Euro vorgesehen. Die Landesregierung kann mit diesen Mitteln den strukturellen Ausbau der sozialen Beratung fortsetzen, der bereits in den vergangenen Jahren durch deutliche Haushaltsausweitungen möglich war. Im Jahr 2010 lag die Förderungssumme noch bei unter zwei Millionen Euro.

Mit den zusätzlichen Mitteln sollen in drei Bereichen weitere Verbesserungen erreicht werden.

Ausbau der Regionalen Flüchtlingsberatung: Jetzt sind die Geflüchteten in den Städten und Gemeinden NRWs. Ob der langen Verfahrenswege des Bundesamtes für Migration und Flucht ist die Zahl der Geflüchteten in den Kommunen, die dort mit einem ungesicherten Aufenthalt leben, enorm gestiegen – und wird 2016/2017 weiter steigen. Im Jahr 2015 kamen 230.000 Geflüchtete nach NRW, in 2016 werden es mindestens 65.000 sein. Die Mehrzahl von ihnen hat einen ungesicherten Aufenthalt und benötigt Beratung und Hilfe bei behördlichen Verfahren und bei der Orientierung in unsere Gemeinwesen. Wir wollen die Flüchtlingsberatung vor Ort stärken.

Förderung der Umsetzung der Aufnahmerichtlinie der Europäischen Union: In NRW haben wir in den vergangenen Jahren ein bundesweit einmaliges Netz an Psychosozialen Zentren (PSZ) aufbauen und fördern können. Diesen Weg wollen wir auch im Jahr 2017 weitergehen, der Aufbau eines weiteren PSZ ist aktuell in Planung. Die dort geleistete Arbeit ist nicht nur wichtig für die Geflüchteten, sie entlastet auch unsere Kommunen. Das Innenministerium ist bei der Landesunterbringung dabei, eine Verbesserung bei der Erkennung und Versorgung von besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen auf den Weg zu bringen. Über Fragebögen soll schon bei der geplanten Landeserstaufnahmeeinrichtung in Bochum (LEA) ein erstes Erkennen möglich werden. Gerade psychisch belastete Flüchtlinge werden hier aber ohne weiteres nicht immer erkannt werden können. Über eine Förderung von in den Erstaufnahmeeinrichtungen und den Zentralen Unterbringungseinrichtungen des Landes tätigem psychologisch vorgebildetem Fachpersonal wollen wir erreichen, dass Schutzbedarf frühzeitig erkannt und bei der weiteren Unterbringung und Zuweisung zu Kommunen besser beachtet werden kann.

Verbesserung der Förderung der Verfahrensberatung: Neue Schnellverfahren beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und eine entsprechend sehr kurze Vorberatungsfrist vor einer Asylantragstellung in den Ankunftszentren macht einen verbesserten Schlüssel für die Asylverfahrensberatung bei den Erstaufnahmeeinrichtungen und bei den Zentralen Unterbringungseinrichtungen des Landes erforderlich. Damit möglichst viele Flüchtlinge schon vor ihrer Asylantragstellung wissen, dass sie in ihrem Interview umfassend Auskunft geben sollten und nach Ihrem Interview eine weitergehende Hilfestellung erhalten, wollen wir die Verfahrensberatung weiter verbessern.

Fotos der Mahnwache am 5.11.16

Vielen Dank an Michael Klarmann, der unsere Mahnwache „WIR NEHMEN RASSISMUS PERSÖNLICH“ am 5. November beworben hatte und selber kam, um Fotos zu machen.
Einige stellte er uns dankenswerterweise zur Verfügung.

Zu Michael Klarmann, am 10. November 2010: …“hat für seine jahrelange Aufklärungsarbeit über den Rechtsextremismus in der Region den erstmals in der Städteregion vergebenen Bürgerpreis „Zivilcourage“ erhalten. „Sein Einsatz geht klar über die reine journalistische Recherche hinaus. Er gibt sein Wissen als Referent weiter und benennt klar Namen und Fakten“, sagt Manfred Reinders, Vorsitzender des Beirats für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement der Stadt Aachen. „Ich habe zuerst überlegt, ob ich die Auszeichnung annehmen soll, denn der Journalismus ist ja mein Beruf. Allerdings sind die Einschnitte durch die Bedrohungen so stark, dass ich es vertreten kann, ihn anzunehmen“, sagte Klarmann. Wegen seines Engagements steht er oft in der Schusslinie der Rechtsextremen. So erhielt er kürzlich eine Bombendrohung, im Internet wird er außerdem regelmäßig bedroht und beleidigt. Die Einsatzbereitschaft Klarmanns stellte auch Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp heraus. „Er akzeptiert, dass es in seinem Leben dauerhaft eine Bedrohung gibt. Damit nimmt er uns alle in die Pflicht, bei Demonstrationen auch unser Gesicht zu zeigen.“

„Stricken gegen die Kälte“ und Libanon

Im Strickcafé „Stricken gegen die Kälte“ wurde im letzen halben Jahr für Flüchtlinge im Libanon gestrickt.
Nun konnten über 80 kg fertiger Stricksachen zur Post gebracht werden und sind jetzt auf dem Weg nach Beirut.
Youssefs Mutter freut sich darauf, die Sachen an Flüchtlinge zu verteilen. Es sei ein guter Zeitpunkt schrieb sie-selbst in Beirut wird es schon kalt.

Danke an alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Strickcafés und an viele, die unsere Aktion „Stricken gegen die Kälte“ deutschlandweit ducrh Wollspenden und Mitstricken unterstützen.

Stricken gegen die Kälte: Unser Beispiel macht Schule…

nachdem wir bei unserem letzen Wollsammeltag auch Besuch aus Sittard hatten, wurde die Idee einen „Strickcafé“dort begeistert umgestzt.
Wir wünsche viel Erfolg und freuen uns über die Nachricht vom 3. November:
„In Sittard hat unser Breicafé auch angefangen: gestern im Nachmittag sind wir mit 14 Frauen an die Arbeit gegangen.
Wir haben schon viel material, Wolle und Stricknadeln bekommen. Ein paar Bilder schicke ich mit.
Wir sind alle sehr enthusiast diese Arbeit zusammen zu machen.
Wir werden jede Monat am 1e Mittwochnachmittag zusammen arbeiten in unsere Johanneskerk.“