Dänemark muss Syrer_innen weiter Schutz gewähren!

Zwischen 2020 und dem 1. April 2021 hat Dänemark die Aufenthaltstitel von 380 Syrer_innen widerrufen oder nicht verlängert und erklärt, Damaskus und die Rif-Region seien wieder „sicher“. Viele der Geflüchteten warten aktuell noch auf eine endgültige Entscheidung in ihren Berufungsverfahren, doch bei 39 ist die Entscheidung bereits gefallen: Ihnen droht die Abschiebung nach Syrien. Amnesty International ist der Ansicht, dass jede Rückführung nach Syrien gegen das völkerrechtliche Non-Refoulement-Prinzip verstoßen würde, da Staaten niemanden in ein Land abschieben dürfen, in dem dieser Person schwere Menschenrechtsverletzungen drohen.

Unsere Konzertlesung zum Iran- Rückblick

Zum Tag gegen die Todesstrafe, Cities für Life  (30.11.) und dem Tag der Menschenrechte (10. Dezember) erinnern wir noch einmal an unsere Veranstaltung in der Akademie des Bistums in Aachen.

Da es bei dieser Konzertlesung um den Iran ging, befassten wir uns natürlich auch mit dem Thema Todesstrafe.

Mariam Claren (HÁWAR.help)   berichtete über die aktuelle Situation im Iran und Hilde Scheidt erzählte von dem Engagement in Aachen unter dem Motto FRAU.LEBEN.FREIHEIT.
Martina Rester, Fatemeh Adeli und Sasan Azodi haben uns in einer berührenden Konzertlesung die Situation im Iran näher gebracht.

Danke an alle, die sich für das Thema Iran interessierte haben und zu unserer Veranstaltung gekommen sind.

Wir werden weiter zur Situation im Iran informieren und uns für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzen.

Das kannst Du auch: https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/iran-verschwindenlassen-und-hinrichtungsgefahr-2025-09-26
Seit dem 24. Juni 2025 fehlt jede Spur von dem inhaftierten schwedisch-iranischen Wissenschaftler Ahmadreza Djalali. Er ist offenbar dem Verschwindenlassen zum Opfer gefallen. Dr. Djalali wurde 2017 in einem unfairen Verfahren zum Tode verurteilt. Es wird befürchtet, dass er nun im Geheimen exekutiert werden könnte, insbesondere da seiner Familie und Rechtsbeiständen keine Informationen über sein Schicksal und seinen Verbleib vorliegen.

Lesung zum Jahresende

Sie hat Tradition, unsere Konzertlesung zum Jahresende und ist unsere letzte Veranstaltung im Jahr.

Wir haben die politische Landschaft, die Musik und Literatur folgender Länder entdeckt – Belarus, El Salvador, Iran, Kuba, Südsudan und sind dabei Schriftsteller*nnen in ihren Texten begegnen, die allesamt jetzt gerade, hier in Deutschland im Exil leben. Wir blieben auf diese Weise auf uns vertrautem Gebiet.
Es geht uns Alle etwas an, wenn hier oder irgendwo in der Welt entschieden wird, welche Texte geschrieben werden dürfen oder nicht oder ob Musik gespielt werden darf und welche.

Dank an Martina Rester, das Duo Amini und die Band Lateinamericanto, die diese Veranstaltung künstlerisch begleitet haben

Ein flammendes Plädoyer für die Menschenrechte

Ein kurzer Rückblick auf die Eupener Mahnwache zum Tag der Menschenrechte. Diese findet immer am Vorabend des Tags der Menschenrechte, also am 9. Dezember statt.

Die Kooperation mit Miteinander Teilen macht Spaß und macht es möglich mehr Menschen zu erreichen.

Die Medien haben diesmal ein sehr großes Interesse an der Aktion gehabt: https://brf.be/regional/2031745/

Dadurch hatte die Aktion natürlich eine große Reichweite und die Informationen wurden breit gestreut.

Hugh Featherstone kam auch vorbei. Wir freuen uns auf das Konzert am Sonntag: https://amnesty-eupen.de/termin/candlelightseven-songs-for-life-love-liberty-law/

Menschen stehen mit Fackeln zur Mahnwache vor dem Tag der Menschenrechte an der Nikolauskirche in Eupen.

Letzte Aktion des Strickcafés in 2025

Einige Fotos von unserer letzten Aktion in diesem Jahr, bevor das Strickcafé der Save-me-Kampagne nun bis zum 7. Januar in die Winterpause geht.

In der Regel stricken wir für Flüchtlinge in Krisenregionen.

Aber weil wir deutlich machen möchten, dass in unserer Gesellschaft niemand hinten runder fallen darf und nicht eine benachteiligte Gruppe gegen eine andere ausgespielt werden darf, stricken wir den letzten Monat vor unsere Pause für Menschen in Not in Aachen und verteilen die Wollsachen bei der Weihnachtsfeier, die jedes Jahr in der Kirche St. Peter am Aachener Bushof organisiert wird.

weMIND. Filmtage 2025

Vom 3.–6. November haben 220 Schüler*innen & Lehrkräfte sowie 200 Abendgäste drei preisgekrönte Filme gesehen und im Anschluss mit unseren Gästen über die gezeigten Realitäten diskutiert.

Gezeigt wurden die Filme DIE SAAT DES HEILIEGN FEIGENBAUMS; NO OTHER LAND und SOULEMANES GESCHCHTE: Eine musikalische Einführung gab es von Ham Sayeh am ersten Abend und ein persönliches Statement von Sanaz Zaresani. Unsere Unterschritfenlisten wurden fleißig unterschrieben.

Und für das Konzert des in Eupen lebenden Liedermachers Hugh Featherstone CANDLELIGHT@SEVEN: Songs for Life, Love, Liberty & Law erhielten wir eine Einladung, auch mit einem Infotisch dabei zu sein. Vernetzungen sind wichtig!

Nun freuen wir uns aus die 10. Ausgabe der Filmtage im nächsten Jahr, wo wir wieder mit einem Infotisch vertreten sein werden.

Tunesien: Zunehmende Menschenrechtsverletzungen an Geflüchteten und Migrant*innen

Die tunesischen Behörden haben den Schutz von Geflüchteten und Migrant*innen in den letzten drei Jahren massiv abgebaut. Das zeigt ein neuer Amnesty-Bericht. Insbesondere Schwarze Menschen erleben ein rassistisches Vorgehen der Polizei, Menschenrechtsverletzungen sind weit verbreitet. Die Europäische Union läuft Gefahr, sich daran mitschuldig zu machen, wenn sie die Zusammenarbeit mit Tunesien bei der Migrationskontrolle ohne wirksame Menschenrechtsgarantien fortsetzt. 

Mehr dazu:

https://www.amnesty.de/pressemitteilung/tunesien-gefluechtete-migranten-menschenrechtsverletzungen

Sudan: Fordere ein Waffenembargo gegen alle Konfliktparteien!

Im anhaltende Konflikt im Sudan zwischen den sudanesischen Streitkräften und den paramilitärischen Milizen „Rapid Support Forces“ wurden landesweit bisher zwischen 15.000 und 150.000 Menschen getötet (Stand: 16. Juli 2025). Insgesamt zwölf Millionen Menschen wurden vertrieben. Rund vier Millionen von ihnen haben in den Nachbarländern Zuflucht gesucht.

Unterzeichne unsere Petition an die Vereinten Nationen und fordere, dass keine Waffen mehr in den Sudan geliefert werden, damit die Zivilbevölkerung geschützt wird.

https://www.amnesty.de/petition/sudan-waffenembargo-gegen-alle-konfliktparteien

Sudan: Fordere ein Waffenembargo gegen alle Konfliktparteien! Unterzeichne unsere Petition an die Vereinten Nationen und fordere, dass keine Waffen mehr in den Sudan geliefert werden, damit die Zivilbevölkerung geschützt wird.

Iran: Massenabschiebungen von Afghan*innen stoppen!

Mehr als eine Million Afghan*innen sind im Jahr 2025 bereits unter Verstoß gegen das Völkerrecht aus dem Iran nach Afghanistan abgeschoben worden. Darunter sind auch Menschen, die im Iran geboren wurden oder seit Jahrzehnten dort lebten. Die Massenabschiebungen haben mit der Eskalation der Kampfhandlungen zwischen Israel und dem Iran zugenommen. Mehr als eine halbe Million Afghan*innen sind seit dem 1. Juni abgeschoben worden, darunter Tausende unbegleitete Minderjährige. Millionen weiteren Afghan*innen droht die Abschiebung, darunter auch Frauen und Mädchen, die als solche als Flüchtlinge anerkannt werden müssen und nicht nach Afghanistan zurückgeschickt werden dürfen, da die Taliban sie dort aufgrund ihres Geschlechts verfolgen.

Unterstütze diese Forderung: Iran: Massenabschiebungen von Afghan*innen stoppen! | Amnesty International

Amnesty-Logo: Schwarze Konturen einer brennenden Kerze, die mit Stacheldraht umwickelt ist

Frauen im Iran: Wir haben keine Angst!

„Regime profitieren immer von den Geschichten, die nicht erzählt werden“ (Natalie Amiri und Düzen Tekkal, Herausgeberinnen des Buches „Die mutigen Frauen Irans – Wir haben keine Angst!“)

Unsere Konzertlesung in Stolberg am 12.09.2025 mit Martina Rester, Fatemeh Adeli und Sasan Azodi war ein bewegender Abend und die Rückmeldungen waren alle sehr positiv und begeistert. „Tolle Künstler*innen, tolles Ambiente, wichtige Informationen und eine schöne Stimmung, trotz des ernsten Themas.“

Wir bedanken uns für die tolle Zusammenarbeit! Die Veranstaltung eröffnete das neue Semester der vhs und ist eine Kooperation von Amnesty International, Büro für Chancengleichheit, Bücherei, vhs Stolberg, save-me-Kampagne und Katholikenrat der Region Aachen.