Infostand

„Wenn es ein Verbrechen ist, Menschenleben zu retten, dann bin ich gerne schuldig. Schuldig, solidarisch zu sein,“ sagt Kapitän Dariush, einer aus der Besatzung des Rettungsschiffs IUVENTA10, Träger_innen des Amnesty Menschenrechtspreises 2020.

Menschen, die sich in Europa für die Rechte von Flüchtlingen und Migrant_innen einsetzen, werden zunehmend verleumdet, eingeschüchtert oder sogar vor Gericht gestellt. Ehrenamtliche Helfer_innen, NGOs, Besatzungsmitglieder von Rettungsschiffen, Journalist_innen, oder Politiker_innen geraten ins Fadenkreuz von Ermittlern.
Besonders stark sind auch private Seenotretter_innen von Diffamierungen und Kriminalisierung betroffen. Ihnen wird häufig vorgeworfen, sie würden illegale Einwanderung unterstützen und mit Schleppern zusammenarbeiten.
Die ehrenamtliche Besatzung der Iuventa rettete im Mittelmeer mehr als 14.000 Menschen vor dem Ertrinken. Für dieses Engagement drohen zehn früheren Besatzungsmitgliedern lange Haft- und Geldstrafen und ihr Schiff wurde beschlagnahmt. Die Iuventa-Crew ist kein Einzelfall. Sie steht für all die freiwilligen Helfer_innen, die sich auf dem Wasser und auf dem Land für das Überleben von Schutzsuchenden einsetzen. Amnesty International zeichnet sie daher stellvertretend für all diese Menschenrechtsverteidiger_innen mit dem Amnesty Menschenrechtspreis 2020 aus.

Kommen Sie an unserem Infostand vorbei. Dort haben wir Informationsmaterial ausgelegt. Auch Postkarten und Briefvordrucke an Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der Forderung Hilfe für geflüchtete Menschen ausdrücklich zu erlauben, liegen als Unterstützungsmöglichkeit bereit. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Sie haben keine Zeit oder Möglichkeit, unseren Infostand zu besuchen? Unterstützen Sie online den Appell an die Bundeskanzlerin: https://www.amnesty.de/allgemein/kampagnen/retten-verboten
Danke im Voraus!